Rückblick auf die Fachtagung: Wenn Fechten mehr als Sport ist

Screenshot: Evangelische Akademie Frankfurt auf Bluesky/ Foto: Roman Samoilov

Beim diesjährigen Sportethischen Fachtag der EKD überraschte ein besonderer Gast das Publikum: Roman Samoilov, ein junger Fechter aus der Ukraine, der über seine sportlichen Ambitionen sprach, aber auch über seine persönliche Geschichte.

Getrennt von seiner Familie, ist er aktuell Teil der Fechtgemeinschaft des FC Offenbach und Mitglied der ukrainischen Nationalmannschaft (U23). Er sprach über ungleiche Bedingungen, Fechter, die im Dunkeln trainieren und Sportler, die im Krieg fielen. Sport ist für ihn nicht nur das Streben nach Medaillen, sondern eine Entscheidung darüber, auf welcher Seite man steht. Mit der Smartphone-Kamera hält er die zerstörten Sportstätten seiner Heimatstadt Charkiw fest.

Die Tagung am 01. April zum Thema "Sport in Zeiten von Krieg und Frieden" fand unter der Leitung von Hanna-Lena Neuser und Eugen Eckert statt. Expert:innen verschiedener Fachrichtungen diskutierten in Frankfurt am Main darüber, wie Sport Begegnungsräume schafft und ob er mehr sein kann als Wettkampf – nämlich Ort symbolischer Austragung von Konflikten, Raum des persönlichen Ausdrucks und ein Modell des friedlichen Wettbewerbs.

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